Jahr des Schiedsrichters ist ein positiver Start


Informationsstand der Schiedsrichter zum Jahresende mit DHB-Beobachter Peter Jehle


Bezirk Freiburg/Oberrhein. Ein positives Fazit zieht der Schiedsrichterwart des Handballbezirks Freiburg/Oberrhein, Roland Brodbeck, aus dem Jahr des Schiedsrichters. „Die Vereine haben positiv reagiert, teilweise sogar nachgefragt, wann der Informationsstand zu ihnen in die Halle kommt.

In der Folge gab es viele gute Gespräche mit Zuschauern, Trainern und Spielern.“ Mit Ende des Jahres 2010 wird man die Aktionen aber nicht beenden, sondern sieht die guten Ergebnisse eher als einen positiven Start, wenn es um das Anliegen Handballschiedsrichter geht. „Der Informationsstand war in sehr vielen Hallen, aber auch in einigen noch nicht. Wir werden nahtlos weitermachen“, so Brodbeck. Letzter Jahreshöhepunkt im Bezirk Freiburg/Oberrhein war ein Interview mit DHB-Beobachter Peter Jehle und Roland Brodbeck beim Spieltag der Handball Löwen Heitersheim.
„Die Ausbildung und Förderung von Handballschiedsrichtern liegt dem Deutschen Handballbund am Herzen, begonnen werden muss dies aber an der Basis“, so Peter Jehle beim Spieltag in Heitersheim. Entsprechend begrüßte der DHB-Beobachter das Engagement der drei Handball-Landesverbände in Baden-Württemberg mit dem Ausrufen des Jahrs des Schiedsrichters in 2010 für mehr Toleranz gegenüber dem „Schwarzen Mann“ und auch für mehr Nachwuchs bei den Schiedsrichtern zu werben.

Mit den Neulingen im Schiedsrichterwesen war Brodbeck mehr als zufrieden. Der erste Neulingslehrgang des neu formierten Handballbezirks Freiburg/Oberrhein hat gleich 30 geprüfte Neulinge zu Tage gefördert.
Wenig Kompromissbereitschaft zeigte Peter Jehle vor allem beim Umgang mit Schiedsrichter-Neulingen beziehungsweise mit jungen Schiedsrichtern. „Kein Schiedsrichter ist nach einer Prüfung komplett und gerade bei den Neulingen bedarf es auch ein gewisses Maß von Toleranz und sportlicher Fairness.“ 

Jehle selbst fing „erst“ mit 27 Jahren, 1979, an zu pfeifen. Ab 1985 bildete er ein Gespann mit Roland Muser. Beide stiegen in der Saison 1988/89 in die Oberliga in Südbaden (SHV) auf und starteten einen Durchmarsch bis in die zweite Bundesliga, ab 1997 waren sie bis 2001 in der ersten Handball Bundesliga unterwegs und zählten dort immer wieder zu den Top-Gespannen. Seit vier Jahren ist Peter Jehle DHB-Beobachter.


„Nachdem die Zahl der Schiedsrichter in den letzten Jahren stagnierte, war es von den Verantwortlichen von Handball Baden-Württemberg (SHV, BHV, HVW) nur richtige, diese Kampagne unter der Überschrift ,Im Dieste des Spiels‘ zu starten. Die Rahmenbedingungen wurden gesteckt, die Hauptarbeit mit den Informationsständen setzten dann die Bezirke um.“ Auch nach dem Jahr des Schiedsrichters 2010 werde es weitergehen. „Wir werden weiter Werbung machen, für mehr Verständnis bei den Zuschauern und dem Umfeld der Vereine werben. Wir werden die Plattform in den Hallen weiter nutzen.“

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